Jugendförderung, Berlin Neukölln

Geschlechtsdifferente Arbeit

Für Kinder und Freizeiteinrichtungen ist die neue Strategie zur Herstellung der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern unter dem Begriff Gender Mainstreaming im § 9 Abs.3 des Kinder und Jugendhilfegesetzes festgeschrieben.

Gender Mainstreaming ist eine andere Form der Organisationsentwicklung bei der die Gleichstellung von Jungen und Mädchen zu verwirklichen ist.

Die Umsetzung dieser gesetzlichen Forderung bedeutet für die Einrichtungen der Jugendförderung:

  • Die individuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nach ihren Wünschen, Interessen und Fähigkeiten zu fördern und nicht nach alt hergebrachten sozial anerzogenen Geschlechterrollen.
  • Den Jungen und den Mädchen Selbstvertrauen in das eigenen individuelle Können und die Fähigkeiten zu geben.
  • Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Unterstützung bei der Findung des eigenen „Ich“.
  • Sich mit übertragenen Wertsystemen und unterschiedlichen Kulturen kritisch auseinander zu setzen.
  • Gewalt und Rassismus zwischen Jungen und Mädchen zu thematisieren und kritisch zu reflektieren.
  • Alternative Lebensstile kennen lernen um so das Handlungsspektrum zu erweitern und eigene individuelle Lebensformen entwickeln zu können.

Die Chancengleichheit in den Einrichtungen der Jugendförderung im Bezirk Neukölln zu verwirklichen ist ein langwieriger und besonders schwieriger Prozess.

Die vielen unterschiedlichen Religionen und Kulturen mit ihren alt hergebrachten sozial anerzogenen Geschlechterrollen, die hier aufeinanderprallen gestalten diesen Prozess auf besondere Weise schwierig.

Materialien der Fachtagung GM vom 06.04.2006

Verantwortliche Mitarbeiterin: Renate Pflock
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