
Timon Zuelsdorf
Bereits mit 14 Jahren nahm Timon an Computerkursen im Jugendzentrum Alt-Buckow teil. Mit 16 Jahren war er als Gruppenältester massgeblich an diversen Multimedia-Projekten beteiligt. In dieser Zeit erstellte die Gruppe unter anderem die erste Homepage eines Berliner-Jugendclubs und nahm mit großem Erfolg am Webseiten-Wettbewerb zum Thema „Jugend -Arbeit-Zukunft“ teil. Zwischen 1996 und 1998 nahm die Gruppe an zwei Wettbewerben des Deutschen Technik-Museums teil. Mit einer CD-ROM zur Geschichte des Telefons erreichten sie den zweiten Platz. Die interaktive Animation zur Geschichte des Telefons wurde dort lange Zeit ausgestellt. Mit einem interaktiven QuicktimeVR-Rundgang durch das Museum erreichten sie dann sogar den 1. Platz. Damit gewannen sie zum einen eine Exkursion zu den Intel-Werken in Irland und ins Heinz Nixdorf-Museumsforum, und zum anderen fünf PC-Systeme, die zur Vergrößerung des Rechnerangebotes für alle Jugendliche des Clubs beitrugen. Ein erster Schritt in Richtung Multimediacafé, das dort 1998 eröffnet wurde.
Mit 18 Jahren erhielt Timon seinen ersten Honorarvertrag im JZ Alt-Buckow als Leiter der dortigen Multimedia-Gruppe. Neue Konzepte der Jugendarbeit setzten sich durch: Statt einer Vollzeitkraft wurden lieber 7 junge Honorarkräfte finanziert, die den Betrieb des ersten Multimedia-Cafés in Neukölln aufrecht erhielten, Timon wurde einer von ihnen. Später war er für den technischen Support in allen Kinder- und Jugendeinrichtungen in Neukölln verantwortlich. Auf diese Weise konnte er „so nebenbei“ auch noch seine Weiterbildung finanzieren: Von 1999 bis 2003 studierte er Medieninformatik an der TFH Berlin. Während seiner anschließenden einjährigen Arbeitssuche war er weiterhin für die Jugendförderung tätig. Beim Europafest 2004 entstand eine Powerpoint-Präsentation zur Eingliederung der neuen Mitgliedsländer, die beim großen Jahres-Event in Neukölln gezeigt wurde.
Seit Juli 2004 arbeitet Timon als technischer Projektmanager bei Jamba!. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören unter anderem die Betreuung der SMS- und MMS Infochannels zu Themen wie Sport, News und anderen Infothemen. Er beschreibt seine Arbeit als „ irgendwo zwischen Technik und Business“. Wohin es weiter geht? Im Bereich Mobile Content kann er sich gut vorstellen weiterzuarbeiten.

Timon 1996, bei einer Preisverleihung vor dem Technikmuseum mit der Computergruppe und Einrichtungskollegen des Jugendclubs Alt-Buckow und Grenzallee!
Einmal im Jahr trifft sich die alte Gruppe vom JZ Alt-Buckow zum Sushi-Essen, mit Florian Manchen, Benjamin Pfennig, Nadja Raming, Christin Nasiadko und Sebastian Mönch. Dann kommen Themen auf den Tisch - wie das Projekt X, das nie fertig wurde... So hatten Leute von Otto-Wels-Ring die Idee von einem Online-Stadtplan für Kids, an dem sie ihre besonderen Orte einzeichnen könnten. Das wäre doch ein super Projekt, das man gut in Flash umsetzen könnte...
Ob sich das Arbeiten in den Multimedia-Gruppen gelohnt hat? Klar, denn all diese Erfahrungen hätte Timon zu Hause als PC-Einzelkämpfer gar nicht machen können. Erst die Arbeit in den Teams hat seine berufliche Entwicklung ermöglicht. Außerdem boten die Projekte, die im Laufe der Zeit in den Multimediagruppen entstanden sind, eine gute Grundlage für seine späteren Bewerbungen.
Inzwischen wohnt er mit seiner Freundin in einer schönen Seitenstraße in der Nähe des Treptower Parks gar nicht so weit weg von der alten Heimat Neukölln.