peers@neukölln

Der Peer-to Peer Ansatz:

Peer-Helper sind mit ihrem Wissen und Denken ExpertInnen für ihre Lebenswelt und werden mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten ernst genommen. Sie übernehmen maßgeblich Verantwortung bei der Gestaltung und Durchführung eigener Projekte oder Angebote.

Peer Education bedeutet von und miteinander Lernen, also die Wissensweitergabe an Jugendliche durch Jugendliche im Sinne eines Informations- und Erfahrungsaustauschs unter Gleichaltrigen und hat verschiedene Ausformungen. Peer-to-Peer-Ansätze reichen von informellem Erfahrungsaustausch über von Jugendlichen gestaltete kleine Unterrichts- oder Lerneinheiten (Peer Tutoring) bis zu Beratungsangeboten, beispielsweise als erste Ansprechpartner bei Problemen wie Cybermobbing (Peer Consulting).

Voraussetzung für die weitgehend eigenständige Tätigkeit als Peerhelper ist bei allen Netzwerkpartnern das Absolvieren einer 40 stündigen Basis-Ausbildung, bestehend aus 10 Stunden Schulung, 20 Stunden Praxis sowie 10 Stunden Supervision dieser Praxis. Die Realisation der Angebotsstunden eines Peers (Praxis) kann sich über einen unterschiedlich langen Zeitraum erstrecken.

Entwicklungsmöglichkeiten von Peers:


CC: Grafik entwickelt von der AG peers@neukölln – Sept. 2013

Klärung von Begriffen rund um Peers

Ergebnis des Versuchs einer gemeinsamen Definition verschiedener Peerbegriffe durch die AG peers@neukölln:

  • Peer Helper (= Überbegriff, d.h. ALLE Peers, ob Assistent, -Forscher oder facebook-Redakteurin)
  • Coaches (Erwachsene Anleitende, die Peers begleiten und ausbilden --Train-the Trainer--)

Untergruppen von Peers:

  • Trainer / Tutoren (Peer, der weitgehend eigenständig Angebote macht, wie Bildungs-, Sport-, Computer-,comp@ss-, Hausaufgabenbetreuung, Kreativangebote usw. )
  • Assistent (Peer, der erwachsenen Pädagogen assistiert, ob bei Gruppenangeboten oder in der Öffentlichkeitsarbeit und Sozialraumforschung)
  • Berater (Consulting), Peers, die eine spezielle – meist etwas längere Ausbildung benötigen – wie Peers bei der Jugendtelefonfürsorge, im Jugend-Rechtshaus, Konfliktlotsen, Clubbeiräte ..
  • Peer-Projekts (Gruppen von Jugendlichen machen abgeschlossene (eher kurzfristigere) Projekte für andere Jugendliche der das Gemeinwesen, wie insbesondere die Jugendlichen im Rahmen des Jugend-Aktionsfonds/ Demokratiefonds)
  • Peer-Moderatoren (Veranstaltungen / Redaktion / Gremien)
  • Sonstige Peers: Junge Praktikanten (Schule/ Fachschule/Uni), FSJ/FÖJ/FKJ -Freiwilliges soziales, kulturelles, ökologisches Jahr

Entwicklungsmöglichkeiten von Peers:

  • Streetplayers + Nachbarschaftsheim Neukölln: Sport- und Platzspiele / Kreativ Angebote
  • Interkulturelles Kinder- und Elternzentrum: Peer Helper / Mediapeers im Bereich comp@ss
  • Jugendtreff JoJu 23: Aufbau eines Tonstudios, aber auch Fußball Trainer, comp@ss, Disc-Jockey Workshop
  • Jugend und Kieztreff Feuerwache Britz: Theater, Medien, Fahrrad-/ Metall-Werkstatt, Mädchenangebote
  • Szenenwechsel: Tanztrainerinnen, Mediapeers
  • JKW Grenzallee und Cosima e.V.: Musik /Ton / Video / Tonstudios / Veranstaltungen
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